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Ungarn: Erweiterung der steuerlichen Meldepflichten für Transportunternehmen



Zum 1. August 2016 wurde in Ungarn der Kreis der EKAER-pflichtigen Fahrzeuge erweitert und das System in einigen Punkten verschärft. Neu ist unter anderem, dass Kleinlastwagen bis 3,5 Tonnen eine EKAER-Nummer beantragen müssen. Das geht aus Informationen der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer (AHK Ungarn) hervor.

Im Falle von Fahrzeugen bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen, die ansonsten keiner Mautpflicht unterliegen („Kleinlastwagen”), muss ebenfalls eine EKAER-Nummer beantragt werden, das heißt auch nicht riskante Frachten müssen bei der Nationalen Steuer- und Zollbehörde (NAV) registriert werden, wenn kleinere Fahrzeuge zum Transport eingesetzt werden, in den Laderaum aber mehr als 3,5 Tonnen Fracht geladen werden.

Bei angemeldeten, aber de facto nicht erfolgten Güterfahrten kann die NAV eine Strafe in Höhe von bis zu 40 Prozent des Warenwerts verhängen.

Die Unversehrtheit der von der Behörde angebrachten Plombe muss bis zu dem Zeitpunkt sichergestellt werden, bis die NAV diese wieder entfernt. Wer diese Regel missachtet – ob Spediteur oder Fahrzeugfahrer –, kann mit einer Versäumnisstrafe von bis zu 1 Mio. Forint belegt werden. Falls die Plombe oder die Fracht in Folge eines Unfalls oder sonstiger unvermeidbarer Gründe beschädigt werden sollte, muss die Steuerbehörde unverzüglich benachrichtigt werden.

Das „Elektronische Straßenfracht-Kontrollsystem“ (EKAER) wurde in Ungarn zum 1. Januar 2015 eingeführt und regelt die Meldepflicht von Gütertransporten nach und in Ungarn mit dem Ziel Mehrwertsteuerbetrug auf ungarischen Straßen zu vermeiden.
Die AHK Ungarn stellt auf einer speziellen Webseite umfangreiche Informationen zu Ablauf der Meldung zur Verfügung.

Weitere Auskünfte zu EKAER-Angelegenheiten erteilt bei der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer (AHK Ungarn):

Dr. Dániel Boros Tel. +36 1 3457 636 boros(at)ahkungarn.hu



Quelle:   IHK Tonio Boer

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