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Schweiz bleibt wettbewerbsfähigstes Land der Welt



Im neunten Jahr in Folge belegt die Schweiz den Spitzenplatz im Global Competitiveness Index (GCI) knapp vor den USA und Singapur. Weitere G20-Staaten in den Top 10 sind Deutschland (5), Großbritannien (8) und Japan (9). China (27) ist das erfolgreichste BRICS-Schwellenland und rückt einen Platz vor.

Der jährlich vom Weltwirtschaftsforum herausgebrachte Bericht untersucht die entscheidenden Faktoren, die zu Produktivität und Wohlstand eines Landes und damit zu seiner Wettbewerbsfähigkeit beitragen.



Aufsteiger nach Regionen


Die Schweiz, Niederlande und Deutschland belegen auch dieses Jahr die Plätze 1, 4 und 5 des Index‘.

Die einzige Änderung in den Top 5 betrifft die USA und Singapur, die den zweiten und dritten Platz tauschen.

Großer Gewinner unter den Top 10 ist Hongkong, das drei Plätze nach oben auf Rang 6 steigt und Schweden (7), Großbritannien (8) und Japan (9) hinter sich lässt, die alle jeweils um einen Rang fallen. Finnland bleibt fest auf Rang 10, während Israel die größte Dynamik in den Top 20 an den Tag legt: Es klettert ganze acht Plätze auf Rang 16.



Aufsteiger in Europa ist Portugal,
es verbessert sich um vier Plätze und liegt jetzt vor Italien auf Rang 42. Im Zehn-Jahres-Trend zeigt Europa teilweise Verbesserungen der Innovationskraft, aber auch besorgniserregende Verschlechterungen bei wichtigen Bildungsindikatoren.

Russland steigt um fünf Positionen auf Platz 38 Seine Fortschritte liegen bei der Deckung der Grundbedürfnisse und im Bereich Innovation.


Nordamerika
bleibt die wettbewerbsfähigste Region der Welt und punktet insbesondere bei Innovation, Unternehmenskultur und technologischer Entwicklung.

Die Region Lateinamerika und Karibik hat ihre Wettbewerbsfähigkeit in zehn Jahren kontinuierlich verbessert. Aufsteiger sind Argentinien (plus 12 auf Rang 92) und Costa Rica (plus 7 auf Rang 47).


Von 17 untersuchten Ländern der Region Ostasien und Pazifik konnten 13 ihr Ergebnis verbessern, wenn auch teils nur marginal. Die größten Fortschritte machen Indonesien und Brunei, während Singapur, die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Region, von Rang 2 auf 3 rutscht.

Indien (40) bleibt das wettbewerbsfähigste Land in Südasien. Die meisten anderen Länder der Region konnten sich verbessern: Die Himalaya-Staaten Bhutan (82, +15) und Nepal (88, +10) sind das beste Beispiel. Pakistan (115, +7) und Bangladesch (99, +7) haben in allen Aspekten der Wettbewerbsfähigkeit hinzugewonnen.


Die Wettbewerbsfähigkeit von Subsahara-Afrika hat sich im letzten Jahrzehnt nicht entscheidend verändert. Nur einige wenige Länder – Äthiopien (108), Senegal (106), Tansania (113) und Uganda (114) – haben auch in diesem Jahr Fortschritte gemacht.
Führend in der Region sind Mauritius (45), Ruanda (58), Südafrika (61) und Botswana (63).



Was wird gemessen?


Die Rangliste der Wettbewerbsfähigkeit des Global Competitiveness Report basiert auf dem Global Competitiveness Index (GCI) – dem Wettbewerbsfähigkeitsindex des Weltwirtschaftsforums, der 2005 zum ersten Mal vorgelegt wurde.

Der GCI bewertet die Gesamtheit der Institutionen, politischen Maßnahmen und Faktoren, die das Produktivitätsniveau eines Landes bestimmen. Dazu werden länderspezifische Daten in 12 Kategorien (den „Säulen der Wettbewerbsfähigkeit“) erhoben, die ein umfassendes Bild des Wettbewerbspotenzials ergeben.

Die Säulen sind: Institutionen, Infrastruktur, makroökonomische Bedingungen, Gesundheit und Schulbildung, Hochschul- und Berufsausbildung, Effizienz des Gütermarkts, Effizienz des Arbeitsmarkts, Entwicklung des Finanzmarkts, technologischer Standard, Marktgröße, Unternehmenskultur sowie Innovation.

Der vollständige Bericht auf Englisch kann kostenlos auf den Internetseiten des Weltwirtschaftsforums heruntergeladen werden. Dort befinden sich auch Auswertungen zu den einzelnen Regionen der Welt.


Quelle:  IHK, Hannover



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